Liest du langsamer als andere? Dann speicherst du „in Bildern“ ab

„Boa, liest du langsam“ … dies oder ähnliches hören Menschen, die ein bestimmtes Gehirnareal verwenden, um Input zu verarbeiten.

Wie geht das und warum ist diese Verarbeitung dann langsamer?

 … weil diese Menschen – und das sind sehr oft die kreativen und sensitiven, verstärkt mit dem limbischen System arbeiten! Und dort wird die Sprache in BILDER umgewandelt.
Heißt, alles, was besprochen, gehört, gelesen wird, erzeugt einen selbst erstellten Film im Gehirn.

Das Gute daran? Es bleibt über eine lange Zeit deutlich mehr haften, als bei Menschen, die, wie die meisten, Sprache im Präfrontal Cortex abspeichern. Diese sind schneller in der Aufnahme von Input, aber es bleibt nicht so lange abrufbar! Und genau dies macht dann den Unterschied, wenn man z.B. etwas auswendig lernen soll.
Fertigst du aus der Geschichte oder dem Liedtext einen „inneren Film“ an, wird es dir viel leichter fallen, die Inhalte in korrekter Reihenfolge und auch über einen langen Zeitraum, abzurufen.

Ein Bild, eine Szene, manchmal sogar ein ganzer innerer Film. Oft nach Jahren, kannst du, im Vergleich zu anderen, noch sagen, wie diese Geschichte verlief – oft sogar lückenlos!

Das permanente Abspeichern im limbischen System ist zwar nicht die Regel, aber es ist ein Geschenk und eine Gabe! Es verbraucht aber auch etwas mehr Energie!
Wer dieses Wissen hat, dem ist schon in vielen Punkten geholfen!

Manche Menschen verarbeiten Sprache nicht primär über den rationalen Denker im Vorderhirn, dem Präfrontalkortex, sondern über das limbische System – den Bereich, der für Gefühle, Bedeutung und innere Bilder zuständig ist.

Das bedeutet:

  • Gesprochene Worte werden nicht sofort gespeichert
  • sie werden zuerst in Bilder, Emotionen und Zusammenhänge übersetzt
  • dein Gehirn macht daraus eine innere Erfahrung

Was wir besprechen, wird für dich zu einem inneren Video.

Dieser Prozess braucht etwas mehr Zeit –
doch genau hier liegt der große Vorteil.

Langsamer – aber tiefer

Menschen mit bildhafter, limbischer Verarbeitung:

  • speichern Inhalte nachhaltiger
  • erinnern sich länger und stabiler
  • verknüpfen Wissen mit Gefühl, Körperempfindung und Bedeutung

Während andere Informationen schnell aufnehmen und ebenso schnell wieder verlieren, bleibt das, was du verstanden hast, oft über lange Zeit präsent.
Nicht als Theorie – sondern als inneres Erleben.

Gerade bei Stress, Überforderung oder traumatischen Erfahrungen schaltet der rationale Denker oft zurück. Das limbische System übernimmt – schnell, automatisch, schützend.

Wenn du ohnehin bildhaft verarbeitest, bist du damit besonders vertraut.
Dein Nervensystem arbeitet erfahrungsorientiert, nicht kopflastig.

Das erklärt auch:

  • warum Tempo für dich entscheidend ist
  • warum zu schnelle Sprache überfordernd wirken kann
  • warum Pausen dir helfen, wirklich zu verstehen

Wichtig zu wissen

👉 „Langsamer“ bedeutet nicht weniger intelligent
👉 es bedeutet tiefer, vernetzter und nachhaltiger

Dein Gehirn nimmt sich Zeit, weil es Sinn erschafft – nicht nur Information.

Was dir hilft

Wenn du weißt, dass du bildhaft verarbeitest, darfst du dir erlauben:

  • um Wiederholung zu bitten
  • nachzufragen, wenn dir ein Puzzle im geistigen Film fehlt
  • Tempo zu reduzieren, um Inhalte in Bildern, Metaphern oder Szenen zu erfassen
  • Schwierige oder aufwendige Themen sollten vorher terminiert werden, damit du dich mit Ruhe (!) darauf einlassen kannst

Denn DANN arbeitet dein System in seiner natürlichen Stärke.

Fragen? Gern!
Ich bin Marion Willmanns, dein Coach für alle Fälle!

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